Geschichte

Vom Wohlherrn-Bräu zur Urbanus-Brauerei

Vier Jahrhunderte gelebte Geschichte

1612 Erste urkundliche Erwähnung des Brauers Thomas Wohlhör zu Pfaffenhofen. Seine Brauerei wurde etwa im Jahre 1635 mit dem Namen Wohlherrn-Bräu benannt. Thomas Wohlhör besaß nämlich das Recht in der damaligen Hungersnot, Getreide aus Böhmen für seine Mitbürger zu holen, was ihn als Wohlherr auszeichnete. Der Wohlherrn-Bräu war Jahr- hunderte später Gründungsmitglied des Brauhauses Pfaffenhofen.

1790 Der fürstbischöfliche Braumeister Franz Xaver Urban kam von Freising nach Pfaffenhofen und erwarb die Brauerei Bortenschlager, ein weiteres späteres Gründungsmitglied des Brauhauses Pfaffenhofen. 1804 übergab er die Brauerei seiner Tochter, als sie Johann Niedermayr heiratete.

1815 Der Brauersohn Sebastian Urban übernimmt den Wohlherrn-Bräu. Die dazugehörige Gaststätte wird noch heute unter dem altem Namen von der Familie Urban geführt.

1922 Vier renommierte Pfaffenhofener Brauereien schließen sich zum Brauhaus Pfaffenhofen zusammen. Hierbei vereinigten sich der Wohlherrn-Bräu, der Kramer-Bräu, die Brauerei Bortenschlager und der Pfaffel-Bräu zum Brauhaus Pfaffenhofen . Die Gemeinschaft der Gründerfamilien ist, mit Ausnahme des Pfaffelbräu, bis heute erhalten. Mehrheitseigner ist die Familie Urban.

1958 Das Brauhaus Pfaffenhofen baut in der Kellerstraße ein neues Sudhaus und zieht vom Stadtkern an den damaligen Stadtrand zu den Brauereikellern um. Vorher wurden die Biersude mit Pferdegespannen ständig aus der Stadt in die kühlen Gewölbe unter der Kellerstraße zur Lagerung gebracht. Unter den zur Kühlung der Keller angepflanzten Kastanienbäumen stellte man im Sommer Tische und Bänke auf und schänkte in den Kellergärten das frische Bier aus.

1968 Das Bier des Brauhauses Pfaffenhofen wurde ab sofort unter der Marke Urbanus-Bier verkauft. Damals wie heute umfaßte das Sortiment eine Vielzahl von ober- und unter- gärigen Bierspezialitäten und alkoholfreien Getränken.

1977 Das Brauhaus Pfaffenhofen errichtete einen modernen Abfüllbetrieb mit Lagerhallen und Vertrieb.

1996 Einführung der Sorte Hopfen-Stoff. Dieses Bier hat sich in der grünen 0,33-Liter Longneck-Flasche besonders bei jungen Leuten einen Namen gemacht. Inzwischen wird im Rahmen des traditionellen Kellerfests jährlich eine Hopfen- Stoff-Party gefeiert.

2000-2001
Das Erscheinungsbild der Brauerei erhält ein neues, zeitgemäßes Design. Grundlage hierfür ist eine Neuausrichtung der Marketing- und Vertriebsstrategie. Vorläufiger Höhepunkt des Konzepts ist die Einführung der Sorte „Kellerweizen“, welches mit exquisiter Sekthefe vergoren wird.
Als eine der beiden verbliebenen Pfaffenhofener Brauereien (im Jahre 1550 waren es 13 Braustätten und 1750 immerhin noch 11) stellt man sich den Herausforderungen des Mark-tes und will die Position als bedeutende Heimatbrauerei (Slogan: Pfiffig, süffig, Hallertau!) weiter ausbauen.

2004 Am 12. Februar 2004 erteilt das Deutsche Patent- und Markenamt das Patent Nr. 102 30 256 B3 2004.02.12 >>Herstellung von Bier unter Verwendung von Champagnerhefen<<